Zur Erinnerung an Milena Jesenská an ihrem 130. Geburtstag
Am 15. Oktober 1941, wurde Anička Kavapilová gemeinsam mit 20 Frauen, die aktiv in Prag am Widerstand gegen Hitler teilgenommen haben, ins KZ Ravensbrück eingeliefert. Im Gespräch mit Ota Filip in Oslo erinnert sie sich: „Ich werde diesen Abend nie vergessen. Wir mußten nackt an der hell beleuchteten Tür zum Krankenrevier vorbeilaufen, und da erblickte ich Milena. Sie stand in der offenen Tür, und mir schien es, als trüge sie rund um ihren blonden Kopf eine Gloriole. ,Willkommen‘, rief sie uns zu. Milena sah damals sehr gut aus, sie war schlank geworden, aber nicht abgemagert, und sogar in ihren KZ-Klamotten kam sie mir elegant vor.“[1]
Ausführlicher schildert Margarete Buber-Neumann in ihrem Milena-Buch diese Situation nach dem Buch, dass die Kavapilová über ihre Zeit in Ravensbrück geschrieben hat und das Milena gewidmet ist: „Ich stand in eine Gruppe tschechischer Zugänge draußen vor dem Krankenrevier. Wir waren zur Aufnahmeuntersuchung dorthin dirigiert worden. Niedergedrückt und verstört durch die ersten schrecklichen Eindrücke bei der Ankunft im Lager erwarteten wir nun voller Angst die nächste Tortur. Da tritt Milena aus der Tür, bleibt auf der Treppe stehen, lächelt uns zu und ruft mit einladender Handbewegung: >Seid mir willkommen, Mädels!< Das kam so ganz von Herzen, als ob sie jeden einzelnen von uns in ihr Haus einlud, als sei sie eine Gastgeberin, die ihre Freunde empfängt. Ich konnte es gar nicht fassen, blickte zu ihr hinauf und bemerkte die rötlich schimmernden Haare, die wie eine Gloriole oder um den Kopf standen. Nie werde ich diesen Eindruck vergessen. Es war das erste wirklich Menschliche inmitten all der Unmenschlichkeit…«[2]
Milena war ein Jahr vorher im Oktober 1940 nach Ravensbrück in die „Schutzhaft“ eingeliefert worden. Dank der Unterstützung tschechischer Kommunistinnen, die bereits im Lager in bestimmten leitenden Funktionen waren, war es ihr gelungen, eine Stelle im Krankenrevier zu erhalten. So war es möglich den harten Arbeits- und Leidensbedingungen im KZ in gewissen Umfang zu entkommen. Ihre „privilegierte“ Position nutzte sie allerdings aus, um anderen Gefangenen so weit es irgend möglich war, zu helfen.
Anička Kavapilová und weitere inhaftierte Tschechinnen kannte sie aus ihrer Schulzeit-Zeit und den Jahren 1924-1939, die sie weitgehend als Journalistin und Übersetzerin in Prag verbracht hatte. In der Prager Boheme der zwanziger Jahre war sie eine der bekanntesten und außergewöhnlichsten Personen. Sie war die erste, die Texte von Kafka ins Tschechische übersetzt hatte. Im Gegensatz zu Milena war dieser bis zu seinem Tod 1924 außer in kleinen literarischen Kreisen eine weitgehend unbekannte Persönlichkeit.
In dem Beitrag „Die ersten Journalistinnen in der tschechischen Tagespresse nach 1918 – Milena Jesenská und ihre Kolleginnen in der Welt der Mode“[3] schildert Lenka Penkalová ihren Werdegang und die Karriere in den Jahren der tschechoslowakischen Republik nach dem Ersten Weltkrieges. Eine wesentliche Voraussetzung schreiben zu können war natürlich eine ausgezeichnete Schulbildung. Diese hatte Milena mit ihren Freundinnen am berühmten Mädchengymnasium Minerva absolviert, „einer exklusiven Bildungsanstalt, die als erste Schule in Böhmen Mädchen ermöglichte, die Matura (Abitur, HB) abzulegen und so die Voraussetzungen für ein Hochschulstudium zu erfüllen.“[4] Die zweite Voraussetzung waren die mit der Entstehung der tschechoslowakischen Republik verbundenen gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen. Die jungen Journalistinnen erhielten ihre erste Chance oft in neu gegründeten Zeitungen oder Zeitschriften. Für Milena und ihre Freundinnen war dies die tschechisch-jüdische Zeit Tageszeitung Tribuna[5] unter Ferdinand Peroutka. Schon aus den Titeln der Beiträge wird der genaue und sozialkritische Blick Milenas deutlich. Einige Beispiele: In dem Artikel Vorstadt vom 13. November 1920 versucht Milena die eingeschränkten Lebensbedingungen und geringen kulturellen Entwicklungschancen des städtischen Proletariats darzustellen. In dem Artikel „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen?“ schildert sie die Erwerbsbedingungen von Köhlern, Bettlern, Straßenkehrern, Briefträgern und anderen einfachen Arbeitern. In „Der Teufel am Herd“ der am 18. Januar 1923 in der Národní listy (Nationale Blätter) erscheint, stellt sie die Frage nach dem Sinn ehelicher Beziehungen. Es fällt nicht schwer sich beim Lesen dieses Artikels vorzustellen, dass er den eigenen Erfahrungshintergrund der gescheiterten Ehe mit Ernst Pollack einbezieht. Seit Ende 1921 schreibt Milena für die konservativ-liberale Zeitung und führt dann mehrere Jahre die Moderedaktion dieser renommierten Publikation.
Im Sommer 1926 lernt sie bei einer Veranstaltung des Kunstvereins „Manes“ den Prager Architekten Jaromir Krejcar kennen.[6] Die beiden verlieben sich und heiraten im Sommer 1927. Milena erhält das Angebot, mit ihrer Freundin Stasá zusammen bei der neu gegründeten avantgardistischen Zeitschrift Pestrý týden (Bunte Woche) einen Literaturteil mit anspruchsvollen Texten eigenverantwortlich zu gestalten. Nach einigen Monaten stellt sich jedoch heraus, dass diese Arbeiten nicht so erfolgreich sind wie ihre vorherigen Modeartikel. Sie wird entlassen, kann jedoch weiter für Národní listy schreiben.
Vier Tage nach ihrem 32. Geburtstag, am 14. August 1928, bringt Milena trotz schwieriger gesundheitlicher Bedingungen während der Schwangerschaft eine Tochter zur Welt. Ihr Name Jana-Honza. Von einer Entzündung in ihren Gelenken während der Schwangerschaft behält Milena trotz vorsorglicher medizinischer Unterstützung durch ihren Vater ein steifes Knie zurück. Die Schmerzen bei den Behandlungen sind so groß, dass sie Morphium nehmen muss. Davon wird sie für mehrere Jahre abhängig.
Mit ihrem Mann Jaromir bewegt sich Milena in linken künstlerischen Kreisen und hat auch Kontakt zur kommunistischen Partei der sie 1931 beitritt. Sie arbeitet inzwischen überwiegend für kommunistische Zeitungen und Zeitschriften Rudé pravo (Rotes Recht), Svét práce (Welt der Arbeit), Tvorba (Bildung), kurzzeitig auch für das sozialdemokratische Blatt Práva lidu (Menschenrecht). „Mit ihrer Entscheidung, den Modejournalen und Frauenrubriken der konservativen und liberalen Presse den Rücken zu kehren, hat Milena eine bedeutende Wende in ihrer beruflichen Laufbahn vollzogen. Die kommunistischen Presseorgane bieten ihr für ihren politisch kritischen Blick auf die Welt zwar nur den auf Frauenfragen und Soziales eingeschränkten Rahmen; doch das hindert Milena ja nicht daran, sich eine eigene, von der Parteilinie abweichende Meinung zu bilden.“[7] Als Melina sich mit dem „Trotzkisten“ Evžen Klinger anfreundet und mit ihm zusammenzieht, sind ihre Tage bei der kommunistischen Presse gezählt. Mit dem Bekanntwerden der Moskauer Prozesse (1936-1938) beendet sie auch ihrerseits das Verhältnis zur kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Finanziell gerät sie in eine extrem schwierige Lage.
Eine neue Chance tut sich auf, als Ferdinand Peroutka, Chefredakteur der Wochenzeitung Přítomnost, sie zur Mitarbeit auffordert. Sie wird beauftragt, in die Grenzgebiete zu fahren und sich über die Lage der Flüchtlinge zu informieren. Ein Ergebnis ist ihr Artikel „Gestrandete Menschen – Vom Schicksal deutscher Emigranten vom 27. Oktober 1937. „Es sind fremde Menschen, die sprechen eine fremde Sprache, und kommen aus einem fremden Land. Aber eines haben wir gemeinsam: beim Wort Hakenkreuz zieht sich uns das Herz mit den gleichen Gefühlen zusammen. Dieses Häuflein Vertriebener kann uns lehren, was das Hakenkreuz ist: Sie sind die lebendigen Zeugen einer großen Vergewaltigung und einer mächtigen Lüge.“[8] Im März 1938 vereinnahmt Hitler Österreich und benennt es in „Deutsche Ostmark“ um. Die Spannungen in den von Deutschen besetzen Grenzgebieten erhöhen sich. Milena reist mehrfach dorthin und recherchiert die Lage. In zwei Artikeln im Juni 1938 unter dem Titel „Es wird keinen Anschluß geben“[9] berichtet sie über die politische Situation und das Leben der Menschen dort. Ihre Beiträge für Přítomnost haben inzwischen auch die Aufmerksamkeit der tschechischen Zensoren auf sich gezogen. Die weißen Lücken in den Artikel machen das Ausmaß der Eingriffe deutlich.[10] Mit dem Münchener Abkommen vom 30. September 1938 fällt die letzte Schranke gegen Hitlers Expansionspläne. Das Abkommen bestimmte, dass die Tschechoslowakei das Sudetenland an Deutschland abtreten und binnen zehn Tagen räumen musste.
Am 15. März 1939 besetzt die deutsche Wehrmacht den Rest der noch freien Tschechoslowakei. Milena widmet diesem Ereignis den Artikel „Prag, am Morgen des 15. März 1939“.[11] Im Sommer 1939 wird der Chefredakteur von Přítomnost verhaftet. Die Leitung der Zeitung liegt nun bei Milena. Einem Leser, der sie für ihre weiterhin kritische Haltung als „Tschechin“ lobt, antwortet sie: „Selbstverständlich bin ich eine Tschechin, aber vor allem versuche ich, ein anständiger Mensch zu sein.“[12] Mit ihren sorgfältig geschriebenen Artikeln versucht sie den Eingriffen der jetzt deutschen Zensurbehörden zu entgehen. „Der beste Streich in dieser Hinsicht gelingt Milena Jesenská als sie in der Überschrift eines Artikels das Lied „Soldaten wohnen auf den Kanonen“ aus Brechts Dreigroschenoper platziert und als das schönste deutsche Soldatenlied preist«. Der deutsche Zensor Wolfgang von Wolmar tobt. Im September 1939 wird die Zeitung endgültig verboten. Zu diesem Zeitpunkt schreibt die Milena auch schon für die Untergrundzeitung V Boj (Auf zum Kampf).
Sie ist Mitglied einer Widerstandsgruppe und verhilft Jüdinnen und Juden sowie anderen Menschen, die von der Gestapo verfolgt werden, zur Flucht. Einer der ersten ist ihr Lebensgefährte Evžen Klinger, aber auch ihr früherer Mann Ernst Pollack. Mit Hilfe eines jungen deutschen Arztes aus böhmischen Adel, Joachim Graf von Zedtwitz, der das Aussehen eines typischen deutschen Ariers (groß, blond, blauäugig) hat, verhilft sie vielen Verfolgten zur Flucht. Diese Fahrten von Zedtwitz in seinem Sportwagen sind gefährlich und oft abenteuerlich.[13] Mit der Zeit gerät er wie auch Milena in das Blickfeld der Gestapo. Diese verhaftet Milena am 12. November 1939 in ihrer Wohnung in der Kouřinska Nummer sechs. In dem Haftbefehl heißt es: „Sie ist dringend verdächtig, in der Zeit von März 1939 bis November 1939 in Prag ein hoch verräterisches Unternehmen, nämlich die gewaltsame Beseitigung des Protektorat Böhmen und Mähren und die Wiederherstellung der ehemaligen CSSR, dadurch vorbereitet zu haben, dass sie zur Beeinflussung der Massen bei der Herstellung hoch verräterisches Druckschrift durch Manuscriptlieferungen mitgewirkt haben soll.“[14]
Mit ihr wird auch der Lehrer ihrer Tochter, der Student Lumír Čivrný, festgenommen. Mit ihm hatte sie viele politische Diskussionen geführt. In einem Artikel, den er 1986 in Listy rückblickend veröffentlicht hat, würdigt er ihre damalige politische Klarheit und menschliche Stärke. „Wenn nirgends Unterstützung für den Weg zur Freiheit zu finden ist, dann muss man etwas in sich selbst erarbeiten: einen Grund, von dem es keinen Rückzug mehr gibt, ein Licht, dass in dir niemals erlöschen kann. … Wenn die Armee auf dem Rückzug ist, ist die Nachhut eine bittere Position…. Ich habe ihr damals nicht folgen können. Aber ich habe an sie gedacht, als ich 30 Jahre später die gleiche Aufgabe hatte – die Position der Nachhut zu halten.“[16]
Trotz wochenlanger Haft zuerst im Prager Gefängnis Pancrác und dann in Dresden war aus Milena nicht mehr herauszubekommen als die Gestapo ohnehin bereits über ihre journalistische Tätigkeit auch für die Untergrundzeitschrift wusste. In ihrer Wohnung hatte man ihr Notizbuch und darüber hinaus drei Briefe von Joachim von Zedtwitz gefunden. Hartnäckig bestand sie darauf, dass sie weder mit Zedtwitz noch mit Čivrný dem Lehrer ihrer Tochter politisch tätig gewesen war. Das zweite Verhörprotokoll vom 10. Januar 1940 endet mit den Worten: „Als Nationaltschechin wollte ich mich nur in meiner späteren schriftstellerischen Tätigkeit für das kulturelle Eigenleben des tschechischen Volkes einsetzen. Ich erkläre ausdrücklich, dass ich nunmehr die reine Wahrheit gesagt und nichts verschwiegen habe.“[17] Vom Dresdner Gericht wurde sie „mangels an Beweisen freigesprochen.“ Sie wurde aber mit einem „Schutzhaftbefehl“ nach Prag zurückgebracht. Bevor sie von dort in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück gebracht wurde, hatte ihre Tochter sie noch einmal sehen können. „Ich sah Milena zum letzten Male bei dem Besuch den man ihr vor dem Abtransport nach Ravensbrück gestattete. Mit Großvater wartete ich auf einem Flur des Petschek-Palais, der alte Herr schaute finster drein, und ich wagte nicht ihn anzusprechen. … Als sie uns endlich in Begleitung eines Kommissars entgegenkam – erkannte ich sie nicht wieder. Mager, das Haar bis auf die Schultern, vorspringende Backenknochen und riesige blaue Augen – sie ähnelte weit eher der Milka die ihr Vater kannte, als der Milena, an die ich mich erinnerte, aber auch der begriff im ersten Moment nicht, dass sie es war. Erst an ihrem hinkenden Gang erkannte ich sie.“[18]
Körperlich ist Milena durch die Haftzeit in Dresden gesundheitlich stark geschwächt. Nach eigenen Angaben hatte sie seit der Verhaftung fast 40 Kilo verloren. Sie leidet an Gelenksrheumatismus, infektiösen Hautausschlag und Parodontose. Ihre persönliche Charakterstärke allerdings hat sie sich erhalten. Milenas ausgeprägte Eigenständigkeit, die sie sich ihr Leben lang gegen alle Widerstände erkämpft hat, hilft ihr im Lager, sich vor den Einordnungs- und Gleichschaltungsversuchen zu schützen. Andererseits fällt es ihr – so auf sich gestellt – nicht schwer, sich der Gruppe tschechischer Kommunistinnen anzuschließen, die sich im Lager gebildet hat … damit erreicht sie auch eine Beschäftigung in der Schreibstube des Krankenreviers, wo sie die Kartei der Geschlechtskranken führen soll. Im Oktober 1940 lernt sie Margret Buber-Neumann kennen, die aus der stalinschen Lagerhaft an die Nazis ausgeliefert worden ist. Die beiden Frauen freunden sich an, aufopferungsbereit ist die eine für die andere da. 1942 sind Milenas Kräfte sehr geschwächt. Im Herbst 1942 muss sie sich wegen einer schweren Nierenentzündung behandeln lassen. Ende 1943 stellt sich heraus, dass eine ihrer Nieren so stark vereitert ist, dass sie operativ entfernt werden muss. Die Operation gelingt, aber es zeigt sich, dass auch die zweite Niere bereits angegriffen ist. In ihrem Buch über Milena berichtet Buber-Neumann, dass am 15. Mai 1944 ein Paket für Milena von Joachim von Zedtwitz eintrifft. Diese ist äußerst glücklich, dass er nicht getötet wurde, sondern überlebt hat. Am Abend verlassen Milena die Kräfte. Es dauert noch zwei Tage, bis sie am 17. Mai stirbt.
In Ravensbrück erinnert eine Gedenktafel an sie mit folgendem Text: „Sie war Mittlerin zwischen tschechisch, jüdisch und deutsch geprägten Lebenswelten. Sie half Verfolgten bei der Flucht ins Exil. Nach der Haft in Prag und Dresden wurde sie im Oktober 1940 nach Ravensbrück deportiert, wo sie im Mai 1944 ums Leben kam. Sie war eine von mehr als 2200 in Ravensbrück gefangenen Tschechinnen.“
2013 wurde Milena Jesenská in der Kouřímská-Straße 6 im Prager Stadtviertel Vinohrady ein Stolperstein gewidmet. Die Inschrift lautet: „Hier lebte Milena Jesenská. Geboren 1896, verhaftet 1939, ermordet am 17. Mai 1944 in Ravensbrück.”
Lucyna Darowska zieht in ihrem Beitrag für den Tagungsband der Milena-Konferenz von 2014 folgendes Resümee: „Jesenkás Anerkennung als »Gerechte unter den Völkern«[17] war ein Meilenstein in der Aufarbeitung der Geschichte ihres Widerstands. Ihr Sinn für Gerechtigkeit, ihre scharfen und im Denken und Handeln konsequenten Analysen sowie ihre kompromisslose Empathie hatten die Kraft, die Todesangst auszuhöhlen. Für den Erhalt einer von ihr definierten Subjektivität scheinen die von ihr angenommene Haltung und die von ihr ausgeübten Handlungen unentbehrlich gewesen zu sein.“[19]
[1] Wer war Milena? Auf Spurensuche in Oslo – Franz Kafka war für sie nur eine Episode, Von Ota Filip, aus der ZEIT Nr. 02/1983, 7. Januar 1983
[2] Margarete Buber-Neumann, Milena, Kafkas Freundin, München 1963) 1979, S. 170
[3] Milena Jesenská – Biographie Zeitgeschichte Erinnerung – Deutsch-tschechische Konferenz 2014, Prag 2016, S.62-81
[4] A.a.O., S.62
[5] Im ersten Teil des Buches Milena Jesenská, „Alles ist Leben“ sind in dem Kapitel „Die alte Zeit schleicht durch die neue“ Feuilletons 1919-1933 ausgewählte Artikel Milenas enthalten.
[6] zum folgenden siehe: Margret Stenfatt, Milena Jesenská – Biografie einer Befreiung, Hamburg 2002
[7] A.a.O., S.120
[8] Milena Jesenská „Alles ist Leben“, S. 142
[9] A.a.O., S. 152-179
[10] Stenfatt, Milena Jesenská, S.128f
[11] Milena Jesenská „Alles ist Leben“, S. 213-217
[12] Alena Wagnerová, Milena Jensenká, Frankfurt am Main 1997, S.169. Ausführlicher wird dieses Ereignis bei Margret Buber-Neumann in ihrem Milena Buch geschildert, S. 155-157
[13] Siehe dazu ein ausführlich geschildertes Beispiel in Buber-Neumanns Buch, S. 152-153
[14] Marie Jirásková, Kurzer Bericht über drei Entscheidungen – Die Gestapo-Akte Milena Jesenská, Frankfurt am Main 1996, S. 50
[15] Marie Jirásková, Kurzer Bericht, S. 49
[16] Milena Jesenskà – Biographie Zeitgeschichte Erinnerung – Deutsch-tschechische Konferenz 2014, Prag 2016, S. 246
[17] Jana Černá, Milena Jesenská, Frankfurt 1985, S. 151
[18] Siehe https://www.yadvashem.org/righteous/stories/jesenska/count-von-zedtwitz-testimony.html
[19] Milena Jesenskà – Biographie Zeitgeschichte Erinnerung – Deutsch-tschechische Konferenz 2014, Prag 2016, S. 58





