»Dann wird das Vergangene abermals zur Gegenwart«

Auf Einladung des »Löwenstein-Forschungsverein« hat Heinrich Bleicher-Nagelsmann am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz, in Mössingen einen Vortrag zum Gedenken an die Opfer des Nazifaschismus gehalten. In Mössingen wurde zum 30. Januar 1933, der einzige Generalstreik im Deutschen Reich gegen Hitlers Machtübernahme gemacht.

Am Beispiel der Werke von Primo Levi, Jean Améry und Jorge Semprún stellte der Vorsitzende der Hans-Mayer-Gesellschaft Überlegungen zu Erinnerung, Vergessen und aktuell notwendigem Handeln an. In Tübingen wurde 1999 – vor zwanzig Jahren – die Ehrenmitgliedschaft der VVN Tübingen-Mössingen an Hans Mayer verliehen. Unter Bezug auf sein Fazit des Widerrufs der „deutsch-jüdischen Symbiose“ und des Holocaust forderte Bleicher-Nagelsmann dazu auf, auch im Vorfeld der Europawahlen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung von Minderheiten und Außenseitern entschieden entgegenzutreten und Widerstand zu entwickeln.

Das Résumé seiner Rede ist hier als Tondokument zu hören. Der gesamte Vortrag ist in einem von Irene Scherer und Welf Schröter herausgegebenen Buch mit dem Titel »Erinnerungskultur stärkt Demokratie« im Talheimer Verlag erschienen.

[audio:henry-vortrag-26-1-2019-ausblick.mp3]

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